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Platz der Kinderrechte

 

Elmshorn, 03.09.2018

Kinder im Fokus: Elmshorn erhält einen „Platz der Kinderrechte“

Der Kinderschutzbund Elmshorn mit seinem Landes- und Bundesverband, der Kinder- und Jugendbeirat Elmshorn und die Stadt Elmshorn wollen die Rechte der Kinder stärken und im gesellschaftlichen Alltag praktisch durchsetzen. Daher wird am Donnerstag, 20. September 2018, der Spielplatz am Alten Markt zum „Platz der Kinderrechte“ umgewidmet und eingeweiht. Künftig zeigt hier ein Schild mit fröhlichen Kindern zehn der wichtigsten Rechte der Kinder. Elmshorn ist damit die erste Stadt in Schleswig-Holstein mit einem „Platz der Kinderrechte.“

Die Vorsitzende des Elmshorner Kinderschutzbunds Elke-Maria Lutz hatte die Idee für den  Platz der Kinderrechte“ in Elmshorn. Lutz: „Die Stadt muss ein Zeichen setzen für die Kinderrechte. Kinderrechte sind keine Symbolik, sondern müssen im realen Alltag durchgesetzt und gelebt werden.“ Der politische Hintergrund: Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht nach langjährigen Forderungen des Bundesverbands des Kinderschutzbunds vor: Die Kinderrechte sollen ins Grundgesetz aufgenommen werden. Ein klares Bekenntnis dafür, dass die Rechte der Kinder endlich einen hohen Stellenwert haben sollen und auch eingeklagt werden können.

Der Kinderschutzbund Elmshorn, der Kinder- und Jugendbeirat und die Stadt Elmshorn wollen das Bewusstsein für die Kinderrechte schärfen und in den Situationen des Alltags etablieren. Deshalb soll ein Schild auf dem „Platz der Kinderrechte“ am Alten Markt auf zehn der wichtigsten von UNICEF formulierten Rechte aufmerksam machen: Von Gleichheit über Spiel und Freizeit bis hin zu gewaltfreier Erziehung und Schutz, etwa vor Krieg und auf der Flucht, aber auch vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung. Und selbstverständlich auch auf das Recht an der gesellschaftlichen Teilhabe. Damit sind die Probleme der Kinderarmut genauso angesprochen wie das Recht auf kindgerechte Entwicklung – unabhängig vom Geburtsland und dessen kulturelle Einflüsse.

„Häufig werden Kinder in der Gesellschaft als störend oder sogar als Problem wahrgenommen. Dabei sind es auch oft die Eltern, die ihre Erziehung verbessern müssten“, sagt Stadtrat Dirk Moritz. Er unterstütze die vom Kinderschutzbund Elmshorn vorgeschlagene Widmung des Platzes gern. Schließlich sollen auch junge Elmshornerinnen und Elmhorner in die Entscheidungen der Stadtverwaltung einbezogen werden. „Das gelingt uns oft schon gut. Manchmal aber brauchen wir noch eine Erinnerung“, sagt Heike Rosemann, die Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend, Schule und Sport.

Elke-Maria-Lutz kennt die Probleme der Familien hautnah aus der täglichen Arbeit beim Kinderschutzbund Elmshorn: „Wir haben das niedrigschwelligste Angebot für Kinder und Eltern. Bei uns wird niemand abgewiesen. Wir helfen unbürokratisch, wo wir nur können.“

Der Platz der Kinderrechte wird am Weltkindertag, 20. September 2018, um 11 Uhr mit einem Festprogramm öffentlich eingeweiht. Der Kinderschutzbund Elmshorn hat ein buntes Programm zusammengestellt. Das Motto: Kinder spielen und singen für Kinder. „Es soll ein fröhliches Fest für die Kinder werden“, sagt Lutz. „Trotz prominenter Gäste sollen die Redebeiträge bewusst kurz sein.“

Zu den Teilnehmenden gehören der Präsident des Bundesvorstandes des DKSB, Heinz Hilgers, die DKSB-Landesgeschäftsführerin Schleswig-Holstein, Susanne Günther, sowie die Landesvorsitzende Irene Johns.

Für die Stadt Elmshorn werden Bürgermeister Volker Hatje und Stadtrat Dirk Moritz teilnehmen. Das unterstreicht die hohe Relevanz der Kinderrechte auch in der Stadtverwaltung Elmshorn.

Während der Eröffnungsfeier werden auch Vereinbarungen zwischen dem Kinderschutzbund Elmshorn und dem Kinder- und Jugendbeirat sowie der Kndertagesstätte Rethfelder Ring dazu getroffen, wo Kinder und Jugendliche sich beschweren können, wenn sie ihre Rechte beeinträchtigt oder verletzt sehen. Kinderbund-Chefin Lutz: “Diese Regelungen sind ganz wichtig dafür, dass Kinderrechte nicht nur proklamiert werden, sondern im Alltag tatsächlich gelebt werden. Und dafür werden wir immer wieder eintreten. Denn nicht umsonst haben wir das Selbstverständnis, die Lobby für Kinder zu sein.“

„Die Stadt Elmshorn hat früh begonnen, sich mit Kinderrechten auseinanderzusetzen“, erklärt Bürgermeister Volker Hatje. Seit 1994 begleitet der Kinder- und Jugendbeirat die Arbeit der Stadtverwaltung, seit dem Jahre 1999 gibt es auch ein Kinderwappen. Das habe nicht nur Symbolcharakter: „Da es im Rathaus hängt, erinnert es uns immer wieder daran, dass wir heute nicht nur Entscheidungen für uns, sondern immer auch für nachfolgende Generationen treffen“.

Alle Elmshornerinnen und Elmshorner – vor Allem die Kinder – sind eingeladen, bei der Eröffnungsfeier des „Platzes der Kinderrechte“ mitzufeiern.

 

AnsprechpartnerInnen:

Stadt Elmshorn: Heike Rosemann

Amt für Kinder, Jugend, Schule und Sport

T +49 (0) 4121 / 231-300

 

Kinderschutzbund Elmshorn – Peter Hölzel (Mediensprecher)

Fon: 01 57 89 51 76 41

h-reg@online.de

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